• slide
  • slide
  • slide
  • slide
  • slide
  • slide
  • slide
  • slide
  • slide

Verpackungstag 2017


Mehr als nur Verpackung
Digitalisierung revolutioniert die Verpackungstechnik

#

Gute Referate, Gespräche, Networking und vieles mehr. Last not least: mehr als nur zufriedene Besucher in einem vollen Haus. Der Verpackungstag am 27. September im PEC in Waiblingen hat selbst die höchsten Erwartungen erfüllt. Das lag nicht zuletzt an den spannenden Vorträgen von Maschinenbauern, Anwendern, Technologiepartnern und einem runden Rahmenprogramm mit einem „Packaging Dinner“. Der Clou: Bei vielen Referaten standen die Akteure gemeinsam auf der Bühne. Gespielt wurde dadurch in der Champions-League – „und zwar effektiver und erfolgreicher als bei meinem Heimatverein Bayern München. Hier hat jeder Pass sein Ziel erreicht. Kein Referent hat seine Zeit mit werblichen Aussagen verschwendet“, sagt [me]-Chefredakteur Peter Schäfer. Gemeinsam mit dem Packaging Exclellence Center (PEC) hat der agt agile technik verlag aus Ludwigsburg den 2. Verpackungstag organisiert. „Auch unser Teamspiel war ein voller Erfolg“, findet Hans Christian Zeiner, der Geschäftsführer des Packaging Excellence Center (PEC).


Der 2. Verpackungstag hat seinen mehr als 80 Besuchern vor allem gezeigt, dass smarten und für den Kunden einfach zu bedienenden Lösungen die Zukunft in der Verpackungstechnik gehört. Die flexiblen, modular aufgebauten Maschinenkonzepte, die auf dem 2. Verpackungstag vorgestellt wurden, gehören sicher zur Champions-League der Verpackungsmaschinen.


Nicht von ungefähr haben Eric Lah von Somic und Reinholt Schlechter von Schneider Electric über eine neue Liga im Verpackungsmaschinenbau berichtet. Dieses Champions-League Team ist mit Servotechnik für 77 Achsen ohne Schaltschrank und wahrscheinlich auch ohne Gegentor in die nächste Runde gekommen. „Das Maschinendesign wurde dadurch revolutioniert“, ist Eric Lah, der Leiter Elektrotechnik bei Somic, überzeugt.

Alles ganz sauber


Der Aufgabe hygienegerechte Maschineninstallation mit entsprechend ausgerüsteten Aggregaten vorzunehmen, hat das Duo von SN Maschinenbau und Murrelektronik demonstriert. Wenn es richtig angepackt wird, lassen sich unter der Maßgabe des Hygienic Design und kurzer time-to-market innovative Konzepte aus dem Maschinen- und Anlagenbau für Food & Beverage anwenden. Dass dabei konsequent dezentral installiert wurde, hat nicht nur kilometerlange Kabelwege gespart. Jan Kronenberg von SN Maschinenbau und Jens Möllmann von Murrelektronik haben auch auf dem Verpackungstag höchste Effizienz als gemischtes Team aus Maschinenbauer und Komponentenpartner bewiesen.

Flitzende Pizzen


Wie es Nestlé und SKF geschafft haben, der Anlage zur Pizzaverpackung eine spürbar bessere Performance zu verpassen, haben Martin Kranich von Nestlé und Benjamin Pfannes von SKF gezeigt. Flitzende Pizzen brauchen durchdachte Konzepte. „Schließlich hat Zuverlässigkeit nichts mit Zufall zu tun, sondern mit ausgeklügelten Instandhaltungskonzepten à la Industrie 4.0“, sagt Martin Kranich.

Digitalisierung durch verteilte Intelligenz nutzen


Schnelle Vernetzung, flexible Konfiguration gehören zur DNA des effizienten Datenaustauschs in allen Arten von Produktionssystemen. Wie es mit der Flexibilität für individuelle Kundenwünsche in Klein- und Mittelserienfertigungen steil nach oben geht, das hat Pascal Witpraechtiger von Bosch Packaging erklärt. Dass sein Unternehmen Standards in Software- und Hardware-Architektur aus dem Hause Bosch nutzen kann, zahlt sich zum Beispiel auch bei werkübergreifenden Produktionsnetzwerken aus. Witpraechtiger hat aber auch gezeigt, wie über verteilte Intelligenz, Zustände von Produkten und Maschinen lokal erkannt werden. „Klar, um effektive Maßnahmen abzuleiten ist ein virtuelles Abbild des Geschehens in Echtzeit dringend erforderlich“, sagt Witpraechtiger. Dadurch werde eine modellbasierte Beschreibung des Produktionssystems im Jetzt und damit auch Optimierung in der unmittelbaren Zukunft ermöglicht.

"Mission Total Care"


Den Kunden von allen Sorgen befreien, wer will das nicht. Optima strebt dieses Ziel mit einem neuen ganzheitlichen Life Cycle Management als Service für Kunden an. Martin Sauter von Optima hat auf dem Verpackungstag gezeigt, wie ein Verpackungsmaschinenbauer mehr als nur Top-Anlagen bauen kann. Seine Beispiele haben gezeigt, wie Optima branchenübergreifend einheitliche Produkte und Dienstleistungen vom Projektbeginn bis zum „Lebensende“ der Maschine organisiert. Mission Total Care ist eben alles andere als eine Mission Impossible. Diese Ansicht teilt Martin Sauter mit Martin Kranich, dem Instandhaltungsleiter von Nestlé. Wie viele andere haben beide den Kongress auch als Plattform des Networkings genutzt. „Vielleicht kommen wie schon beim 1. Verpackungstag zahlreiche interessante Projekte heraus?“, fragt sich ein Besucher, der bereits im vorigen Jahr die Networking-Plattform genutzt hat.

Erst einmal digital, dann läuft alles besser …


Wie sind ein längeres Leben, mehr Durchsatz und Schutz vor ungeplantem Stillstand möglich? Digitale Modelle sind besser und vor allem günstiger als eine Lebensversicherung für Maschinen und Anlagen. Wie eine Verpackungsmaschine digital ausgelegt wird hat Christof Gebhardt von Cadfem erklärt und dazu zahlreiche praktische Beispiele gezeigt. Der digitalen Auslegung von Verpackungsmaschinen sind keine Grenzen gesetzt, darin hat Gebhard seine Zuhörer bestätigt.

Digitale Überzeugungsarbeit


Dass die Ikea-Frage nicht nur für Heimwerker gilt, hat Arndt Neues von Omron gezeigt: „Entwickeln Sie noch oder verpacken Sie schon?“ Er hat die Frage etwas umgewidmet, nämlich, wie es die Intelligenz schafft, sich in der gesamten Wertschöpfungskette einzunisten. Mehr als nur demonstrativ für solche Thesen ist ein Roboter geschickt zwischen den Besuchern des Verpackungstags durchgehuscht. Arndt Neues hat sich zur Frage der all gegenwärtigen Intelligenz in der künftigen industriellen Produktion als Beispiele Maschinen, Shopfloor und mobile Roboter herausgesucht. Er hat digitale Überzeugungsarbeit geleistet.

Maschinen frisch aus Jungbrunnen


Ein Bad im Jungbrunnen hat Herr Blaschke von B&R betagten Maschinen verordnet. Also wie, sich Brownfield-Werke in Richtung Smart Factory umrüsten lassen - ohne Hexerei und ohne die existierende Hard- und Software in bestehenden Systemen ändern zu müssen. Durch Einfaches Parametieren lässt sich das Datenerfassungs- und Analysewerkzeug installieren. B&R bringt dazu als Jungbrunnen zum Beispiel seine MAP-Technologie ins Spiel.

Luft wird I 4.0-tauglich


Martin Zimmermann leitet das Industriesegment Food & Packaging bei Festo. Er hat am Beispiel der Pneumatik gezeigt, wie Industrie 4.0 die Maschinenverfügbarkeit erhöht.

"Die Digitalisierung der Pneumatik macht auch die Pneumatik I 4.0 tauglich, vernetzbar, regelbar und diagnostizierbar."

Das Packaging Dinner


Da Networking nicht auf die Zeit zwischen 9 und 17 Uhr beschränkt sein sollte, hat Murrelektronik die Gäste des Verpackungstags nach einem informativen, aber auch anstrengenden Tag zum Packaging Dinner eingeladen. Referenten und Zuhörer haben die Chance genutzt. „In den letzten Sonnenstrahlen auf der Terrasse des Restaurants konnten Fragen beantwortet und Kontakte zwischen Unternehmen vertieft werden“, so ein Besucher. Das gute Essen war dem sicherlich auch nicht abträglich.

Besuch der Technologiefabrik Scharnhausen


Doch nicht nur auf dem Verpackungstag hat Festo Pioniergeist in Sachen Digitalisierung gezeigt. Am Tag danach hat Festo die Besucher des Verpackungstags ins Technologiewerk Scharnhausen eingeladen. „Die beste denkbare Demonstration von Digitalisierung in einer produzierenden Fabrik. Echt smart“, schwärmt ein Besucher nach dem zweistündigen Rundgang durch eine mustergültige Anlage. Dass eine Technik nicht nur mit starrem Technologieblick erklärt werden kann, sondern mit Herzblut und Begeisterung - das hat die verantwortliche Kollegin von Festo an diesem Tag nach dem eigentlichen Verpackungstag bewiesen. „Vielleicht ist genau das der Geist einer Technologiefabrik, der vor allem durch die Menschen lebt“, vermutet ein Besucher, der sich am Vortag als exzellenter Techniker geoutet hat.

Der Vorabend: Design 4.0


Übrigens gab es auf dem diesjährigen Verpackungstag drei Tage Programm mit vielen Angeboten. Die Design-Agentur Ottenwälder & Ottenwälder hat die Besucher des Verpackungstags am Vorabend in ihre Büroräume nach Schwäbisch Gmünd eingeladen. Design-Projekte live erleben und anschließend in gemütlicher Runde das von allen Mitarbeitern der Agentur zubereitete Essen genießen. „Genuss und Design gehören bei uns zusammen“, erläutert Chefin Petra Kurz-Ottenwälder ihren Gästen.

Technik meets Kulinarik


Das Motto, dass Gutes eben auch durch den Magen geht, war auch ein weiteres Highlight des Verpackungstags. In der Mittagspause des 2. Verpackungstags hieß es deshalb: „Technik meets Kulinarik“. Fernsehkoch Hubertus Tzschirner hat dort demonstriert, warum auch die Technik durch den Magen geht. Das Equipment fürs gute Gelingen hat Peter Fischer von Komet gestellt. In einer mobilen Küche aus seinem Hause hat Hubertus Tzschirner viele Köstlichkeiten gezaubert – korrekter ausgedrückt: im Sous-Vide-Verfahren, dem Garen unter Vakuum. „Schließlich haben Esskunst und High-Tech vieles gemeinsam“, hat der Meisterkoch den Gästen in der Mittagspause des Verpackungstags erklärt.


Verpacken hilft auch beim Kochen. „Fürs gute Gelingen des Verpackungstags war deshalb auch das geniale Essen verantwortlich“, findet PEC-Geschäftsführer Hans Zeiner.


Verpackungstag 2016


„Alles bewegt sich und verändert sich“

Der Paradigmenwechsel zur digital bestimmten Produktion verändert die Grundlagen der Verpackungstechnik: Gefragt sind kurze Umrüstzeiten, adaptive Verpackungsanlagen in Bezug auf Produktstrom, Formate, Materialien und Umwelteinflüsse sowie dezentrale Fertigungssteuerungen. Das Ziel sind kundenindividuelle Produktion und Verpackung zu Preisen der Massenproduktion. Das Stichwort heißt Losgröße 1. Die Verpackungsindustrie ist prädestiniert für das Konzept Industrie 4.0. Kürzeste Umrüstzeiten und Instandhaltung mit sofortiger Weiterproduktion sind ein Muss: Der Flexibilität der Anlage hinsichtlich Verpackungsvielfalt und Formatbereiche sind keine Grenzen gesetzt. Wie diese Ziele erreicht werden, zeigt der 2. Verpackungstag am 27. September 2017 beim PEC in Waiblingen.

Wie der erste sehr erfolgreiche Verpackungstag im Juni 2016 ist auch der 2. ein Kongress für Hersteller, Anwender und Zulieferer.



"Packende Lösungen machen allen Spaß"

"Der Verpackungstag ist rundum gelungen und hat Spaß gemacht“, lautete 2016 das Fazit eines Teilnehmers.
Über einen sinnweitenden, spannenden und erfolgreichen Tag haben sich auch andere Besucher gefreut.
„Es war nicht nur inhaltlich und qualitativ, sondern auch organisatorisch eine echte Meisterleistung“.
Aber vor allem gab es Bestnoten für die Informationsdichte und das Networking auf dem Event beim PEC in Waiblingen.

#

Packende Maschinenlösungen standen am 9. Juni 2016 auf der Agenda in Waiblingen, einem Zentrum der Verpackungstechnik. In und um diesen Ort unweit von Stuttgart sind zahlreiche Hersteller von Verpackungsmaschinen ansässig. Im Packaging Excellence Center (PEC) waren viele von ihnen vertreten und haben den Verpackungstag aktiv mitgestaltet. „Ziel erreicht“, findet Hans Christian Zeiner, der Geschäftsführer des PEC: „Die Referenten waren hervorragend, sie haben im Hinblick auf Industrie 4.0 neue Maschinenlösungen vorgestellt.“ „Hier haben Experten mit Experten geredet und dabei stand die Praxistauglichkeit für die Verpackungstechnik eindeutig im Mittelpunkt und weniger die einzelnen Produkte“, ergänzt Peter Schäfer. Er ist Chefredakteur der [me] und Geschäftsführer beim agt agile technik Verlag, dem zweiten Veranstalter des Verpackungstags.

[Den kompletten Rückblick von 2016 finden Sie hier]

[Videos vom Verpackungstag 2016 finden Sie auf YouTube]